1990 - 2010 Arbeitskreis Unternehmerfrauen im Handwerk Lüneburg

Sonderveröffentlichung° Sa./So., 13. Februar 2010 • Nr. 37 bj Lüneburg. Der Anfang, er war nicht leicht. Das hat Sigrid Brüchmann und ihre 58 Mitstreiterinnen aber nicht davon abgehalten, vor genau 20 Jahren, am 9. Februar 1990, den Arbeitskreis Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) zu gründen. „Wir haben uns ein halbes Jahr auf diesen Tag vorbereitet, mussten uns vieles hart erarbeiten, aber wir wussten immer, was auf uns zukommt. Und wenn ich die Entwicklung bis heute sehe, hat sich der Einsatz doch auch sehr gelohnt“, freut sich die erste UFH-Vorsitzende über die überaus positive Entwicklung des Arbeitskreises. Mit dem Ziel „die Co-Pilotin des Betriebes zu fördern und sie in ihrem Engagement für den Betrieb zu stärken“ gründeten die Lüneburgerinnen den fünften Arbeitskreis Unternehmerfrauen im Handwerk überhaupt in Niedersachsen. „Ständiger Strukturwandel und laufende Veränderungen des Marktes stellten das Handwerk schon damals vor immer neue Herausforderungen. Uns war klar, dass wir als mitarbeitende Unternehmerfrauen unseren Part zum Erfolg des Betriebes beitragen. Aber wir mussten und wollten uns weiterbilden, voneinander lernen, Erfahrungen austauschen. Das waren alles Gründe, weshalb wir uns zusammengeschlossen haben“, erinnert sich Sigrid Brüchmann, die insgesamt sechs Jahre an der Spitze des UFH stand. Ihre Nachfolgerin Christa Keller führte die erfolgreiche Arbeit ihrer Vorgängerin mit großem Engagement fort. In ihren acht Jahren an der Spitze des Arbeitskreises setzte sie sich vor allem für die Weiterbildung der Unternehmerfrauen ein. „Wir haben dafür gesorgt, dass es Kurse wie die der Büroleiterin gibt, außerdem haben wir die „Fachwirtin für kaufmännische Betriebsführung im Handwerk“ zusammen mit der Handwerkskammer ins Leben gerufen“, erzählt Keller mit Stolz. Die zusätzlichen Weiterbildungsangebote kommen vor allem den Unternehmerfrauen zugute, die aus artfremden Berufen kommen. „Viele von uns haben etwas anderes gelernt, waren zum Beispiel Krankenschwester oder haben studiert, und können gerade von den kaufmännischen Zusammenhängen in einem Betrieb nichts wissen. Die Kurse fördern die Integration und helfen ihnen, alles besser zu verstehen. Sie sind deshalb mittlerweile auch ein wichtiger Aspekt innerhalb des UFH geworden“, so Christa Keller und Susanne Bockelmann, die seit sechs Jahren als Vorsitzende den Arbeitskreis leitet. Für Bockelmann geht es in erster Linie darum, die Situation der Unternehmerfrauen zu verbessern. Elternzeit, Lokales Bündnis für Familien und weitere Themen sind für die engagierte Vorsitzende die zurzeit wichtigsten Themen. „Wir haben in den vergangenen 20 Jahren viel erreicht. Unsere Stimme innerhalb des Handwerks zählt, wir sind schon lange kein reines Anhängsel mehr. Trotzdem gibt es noch eine Menge zu tun, vor allem wollen wir noch mehr Unternehmerfrauen für unseren Arbeitskreis gewinnen. Von den 1200 Handwerksbetrieben im Landkreis sind gerade mal 70 Unternehmerfrauen Mitglied bei uns. Da wartet noch eine Menge Arbeit auf uns“, findet Bockelmann. Gruppenfoto mit einem Teil der Lüneburger Unternehmerfrauen im Handwerk (von unten nach oben): 1. Reihe (v.l.): Susanne Bockelmann, Christa Keller, Sigrid Brüchmann, 2. Reihe (v.l.): Anja Pols, Regina Mohr, 3. Reihe (v.l): Eva Erfmann, Irene Dörries, Claudia Hoek 4. Reihe (v.l.): Sandra Brüchmann, Mona Tessmann, Michaela Gebker 5. Reihe (v.l.): Christa Schnicker, Katja Dörnbrack, Ulla Böttcher 6. Reihe (v.l.): Claudia Gödecke, Sigrid Schulz, Katrin Perczynski 7. Reihe (v.l.): Margitta Schulenburg und Ingeborg Kuhn
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