Änderungen zum Jahreswechsel im Steuerrecht und in der Sozialversicherung

Groß war das Interesse der Unternehmerfrauen an den Neuerungen im Steuer- und Sozialversicherungsrecht. Nahezu 40 Damen und auch Herr Dierks als Quotenmann von unserem Fördermitglied Inter Versicherung waren der Einladung in die IKK gefolgt. Nach einem kurzen Imbiß stellte zuerst Herr Ehresmann, IKK, den ab Januar 2009 in Kraft tretenden Gesundheitsfond vor. Dieser beinhaltet die Vereinheitlichung des Beitragssatzes aller Krankenkassen durch die Bundesregierung. Das Bundesversicherungsamt verwaltet die gezahlten Gelder und erstellt einen Zuteilungsschlüssel an die Krankenkassen. Sollte der zugeteilte Betrag zur Verwaltung der gewähltenKrankenkasse nicht ausreichen, ist diese berechtigt, von ihren Mitgliedern einen "Nachschlag" zu erheben. Im umgekehrten Fall können aber auch Überschüsse an die Mitglieder ausgeschüttet werden. Herr Kubelke - ebenfalls IKK - stellte anschließend die Reform der "kleinen Schwester " vor. Die für die bereits 1995 eingeführte Pflegeversicherung geltenden Leistungssätze wurden bislang nicht erhöht.Aufgrund der Kenntnisse aus der demografischen Entwicklung musste diese Versicherung dringend reformiert werden. Ab Juli 2008 erfolgt eine Beitragserhöhung. Durch ein zielgerichtetes Fallmanagement soll hier versucht werden, möglichst vielen Menschen die Pflegeim eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung durch gezielte Maßnahmen zukommen zu lassen. Dabei soll ein "Fallmanager" bis zu 100 pflegebedürftige Personen und deren Angehörige beraten.
Nach einer kurzen Pause startete dann Frau Sobik mit ihrem Vortrag zur Unternehmenssteuerreform sowie Gesetzesänderungen im Steuerrecht für 2008. Mit Gültigkeit ab 2008 wird  für Kapitalgesellschaften und deren Gesellschafter die Körperschaftssteuer auf 15 % und die Gewerbesteuer so angepasst, dass die Gesamtbelastung 29,83  nicht übersteigt. Allerdings werden auch die Gewerbesteuer und die darauf entfallenden Nebenleistungen nicht mehr als Betriebsausgabe abziehbar sein.  Das gilt auch für die Personenunternehmen.  Außerdem soll es eine Thesaurierungsbegünstigung für bilanzierende Einzelunternehmen  und Personengesellschaften mit anschließender Nachbelastung bei Entnahmen geben. Mit dem neuen Investitionsabgzugsbetrag, den Unternehmen deren Betriebsvermögen höchstens 235.000,00 € in Anspruch nehmen können, dürfen 40 % der zukünftigen Anschaffungskosten für bewegliche Wirtschaftsgüter in eine steuerfreie Rücklage eingestellt werden. Der Höchstbetrag hierfür wird auf 200.000,00 € erhöht.

Die steuerlich vorteilhafte degressive Abschreibung wird zum 01.01.2008 abgeschafft, künftig kann nur noch linear abgeschrieben werden. Neueregungen auch bei den geringwertigen Wirtschaftsgüter, diese können bis 150,00 € sofort abgeschrieben werden. Alle anderen GWG's bis 1.000,00 € netto kommen in einen sog. Pool, der dann über 5 Jahre mit je 20 % mit der gesamten Summe abgeschrieben wird.

Fazit der Referentin am Ende ihres Vortrag: "Im Prinzip bleibt alles wie es ist - einige Dinge haben nur einen neuen Namen bekommen!"


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