Jahreswechselseminar in der IKK Lüneburg
Großer Aufklärungsbedarf bezüglich der 2006 in Kraft tretenden Neuregelungen bestand immer noch bei den Unternehmerfrauen unseres AK's. Trotz einsetzendem Schneefall und extremer Straßenglätte kamen zum Jahreswechselseminar 20 Damen, um letzte Unklarheiten in puncto maschinelles Meldeverfahren und Fälligkeit der Beiträge zur Sozialversicherung zu beseitigen. Diesen Part hatte Herr Ehresmann übernommen und beantwortete alle noch anstehenden Fragen.
Herr Kubelke referierte über die erst am 21.12.2005 verabschiedete Reform der Lohnausgleichskassen. Für die Lohnausgleichskasse für Krankheitsaufwendungen (U 1) besteht ab dem 01.01.2006 eine Teilnahmepflicht, wenn nicht öffentliche Arbeitgeber bis zu 30 Beschäf-tigte haben. Der Arbeitgeber muss wählen, in welcher Höhe er bei Krankheit des Arbeitsnehmers die Lohnfortzahlung erhalten will. Dementsprechend ist der Umlagesatz. Grundsätzlich empfiehlt es sich, bei einem niedrigen Krankheitsstand den niedrigsten Umlagesatz zu wählen. Wichtig ist, dass der Arbeitgeber sich um die entsprechenden Wahlerklärungsformulare kümmern muss - hier besteht keine Verpflichtung von Seiten der Krankenkasse. Macht der Arbeitgeber vom Wahlrecht keinen Gebrauch, so wird er automatisch in den mittleren Beitragssatz eingruppiert.

An der Lohnausgleichskasse für Mutterschaftsaufwendungen (U2) nehmen ab Januar ausnahmslos alle Arbeitsnehemer teil. Für alle beschäftigten Arbeitnehmer/innen (unabhängig von Alter, Geschlecht oder Status) werden vom rentenversicherungspflichtigen Entgelt Beiträge zur U 2 abgeführt. Im Gegenzug erhält der Arbeitgeber bis zu 100% der Aufwendungen bei Mutterschaft erstattet.

Bei soviel Theorie waren die Damen über den kleinen Pausensnack, den die IKK vorbereiten ließ, sehr dankbar.


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