IKK-Seminar über Neuregelungen ab 01. Januar 2006

Aus aktuellem Anlass bot der Vorstand den UFH-Damen einen zusätzlichen Programmpunkt an. Zum 01. Januar 2006 gilt eine neue Fälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge, das maschinelle Meldeverfahren wird ohne Übergangsregelung Pflicht und das Umlagever-fahren ändert sich ebenfalls zu diesem Zeitpunkt.
Wie brandaktuell dieses Thema ist, zeigte die hohe Beteiligung an dem Seminar, für die die Innunskrankenkasse Lüneburg uns erneut ihren Schulungsraum zur Verfügung stellte. 30 Interessierte nahmen teil und ließen sich von den Referenten Johannes Grell und Uwe Ehresmann informieren.

Zusammenfassung der Seminarinhalte in Kürze:

Fälligkeit der Beiträge zur Sozialversicherung

Es ist ein Gesetz verabschiedet worden, dessen Ziel es ist, einen Anstieg der Rentenversicherungsbeiträge zu verhindern. Im Jahr 2006 werden effektiv 13 Beitragszahlungen geleistet, da im Januar die Beiträge für Dezember 2005 und 2006 fällig werden. Ab Januar gibt es für alle Arbeitgeber einen einheitlichen Fälligkeitstag, der für Pflichtbeiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung inkl. der Umlagenbeiträge gilt. Ist die Beitragszahlung vor Entgeltabrechnung der Arbeitgeber fällig, wird eine "voraussichtliche Beitrags-höhe" ermittelt, d. h. der Arbeitgeber muss eine gewissenhafte Schätzung vornehmen. Evtl. Rest- oder Guthabenbeiträge finden bei der nächsten Abrechnung Berücksichtigung. Wichtig: Die einer Schätzung zugrundeliegenden Faktoren müssen für eine Betriebsprüfung nachvollziehbar sein.

Für den Fall, dass es Liquiditätsprobleme gibt, hat der Gesetzgeber eine Ratenzahlung für die Beiträge des Monats Januar in 6 gleichen Monatsbeiträge vorgesehen. Für die Inanspruchnahme der sog. Übergangsregelung ist ein "Null-Nachweis" erforderlich, der bis spätestens zum 27.01.2006 bei der Krankenkasse eingereicht werden muss.

Maschinelles Meldeverfahren

Ab 01.01.2006 dürfen Meldungen und Beitragsnachweise nur auf elektronischem Weg per Datenübertragung an die Einzugsstellen übermittelt werden.Alternativen sind nicht vorgesehen. Für die Erstellung gibt es mittlerweile diverse Entgeldabrechnungsprogramme, die allerdings von der Informationstechnischen Servicestelle der Gesetzlichen Krankenversicherung zertifiziert sein. Listen über bereits zertifizierte Progamme können unter www.gkv-ag.de heruntergeladen werden.

Für größere Datenmengen empfiehlt sich der Datentransfer per ISDN-Leitung. Für dieses Verfahren ist eine Anmeldung erforderlich, Anmeldeformular unter www.ikk-niedersachsen.de. Das Standardverfahren ist das E-Mail-Verfahren. Neben einem Internetanschluss wird eine E-Mail-Adresse sowie eine Übertragssoftware benötigt.

Jeder Arbeitgeber sollten zur Gewährleistung des Datenschutzes ein Zertifikat beantragen.  Dieses wird für 3 Jahre beantragt, die Kosten hierfür betragen 60,00 € netto.

Positiv ist zu bemerken, dass die IKK zum Jahreswechsel erneut Ihre Umlagesätze senken will.


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